EURONATUR Troia Workshop 19-20 November 2004

Çanakkale/Güzelyalı

ÖKOTOURISMUS

sanfter, ökologisch verantwortlicher Tourismus
Dr. Inci Altin Sieber
Ökotourismus und Altin Camp

  • Das Jahr 2002 wurde von der UNO zum internationalen Jahr des Ökotourismus erkoren.
  • In 2004 zeigte das ZDF-Umwelt-Magazin (Zweites Deutsches Fernsehen) Altin Camp als Öko-Urlaubsparadies in der Türkei.

Altin Camp - Ökotourismus aus Überzeugung
Gegründet: 1963 in der Bucht von Edremit,
Ören/Burhaniye, Türkei
Gründer und Inhaber:
Tahir Altin - ehem. Sportlehrer des Ankara Atatürk Gymnasiums
Altin Camp liegt in 100 km. Entfernung von Troia, an der Bucht von Edremit in der Ägäis

  • Direkt am Meer auf 4 Hektar Fläche mit
  • Sandstrand
  • Campingplatz mit einer Kapazität für 300 Camper
  • kleinem Hotel mit 50 Betten
  • Restaurant, Café-Bar
  • ökologischem Gemüse- und Obstgarten
  • und verschiedenen Sportmöglichkeiten wie Tennis, Tisch-Tennis, Beach-Volleyball, Windsurfing

Geschichte

  • Im Rahmen von Pfadfindercamps in der Natur,
  • Entdeckung eines Baumwollefelds am Strand mit einer atemberaubenden Aussicht,
  • durch einen "Vordenker und Pioneer",
  • der das Baumwollfeld ohne einen einzigen Baum zu einer blühenden Oase verwandelte.
  • 60'er Jahre: Zelte und Bungalows in der Natur für Gäste aus Ankara
  • 70'er Jahre: Entwicklung zum Campingplatz mit internationalem Publikum
  • 80'er Jahre: Wachstum durch Campingboom in der Türkei
  • 90'er Jahre: Stagnation durch Campingkrise (aufgrund des Kriegs in Jugoslawien) und Hotelboom (Wettbewerbsdruck von Großhotels mit Billigangeboten)

Durchgehende Einhaltung der ökologischen Ausrichtung

  • Lohnte sich für die Natur
  • und für den wirtschaftlichen Erfolg.
  • Altin Camp konnte allen Krisen standhalten und
  • wurde belohnt von einer treuen und zufriedenen Gästeschaft.

Was ist Öko im Altin Camp?

  • Bäume statt Beton.
  • Ruhe statt Lärm.
  • Frisch zubereitetes Essen von natürlichen, saisonalen Lebensmitteln aus der Region und aus dem eigenen ökologischen Garten.
  • Aufrechterhaltung nationaler und regionaler Esskultur mit gesunder Nahrung statt Fast-Food.
  • Verwendung von umweltfreundlichen alternativen Energiequellen (Sonne) sowie sparsamer Umgang mit Energie (Bäume statt Klimaanlage).
  • Teilungsphilosophie (kein All-Inclusive) damit auch die Bevölkerung der Umgebung profitiert.
  • Austausch über ökologische Themen mit
  • - Gästen und Personal,
  • - regionalen Politikern,
  • - Medien,
  • - Bauern,
  • - Hochschulen.
  • Bildung von Netzwerken mit internationalen Umweltschutzorganisationen.
  • Aufklärungsarbeit über die Zusammenhänge des Ökotourismus, der ökologischen Landwirtschaft sowie der Erhaltung der natürlichen Ressourcen und der Biodiversität.
  • Keine Erlaubnis für offenes Feuer, Grillen und Feuerwerk (u.a. Lärmfaktor) aufgrund Brandgefahr.
  • Verwendung von regionalen Pflanzenarten (Palmen, Oleander) und Verzicht auf größere Rasenflächen um Wasser zu sparen und die biologische Vielfalt zu schützen.
  • Kein Swimmingpool wegen Flächenversiegelung, Unfall- und Infektionsgefahr für Kinder, Wasserverschwendung und weil ein großer natürlicher Pool - das Meer - vorhanden ist.
  • Minimierung von chemischen Putzmitteln.
  • Nichtraucherzonen (Hotelzimmer, Internetcafé).
  • Formulierung von Empfehlungen an die politischen Entscheidungsträger u.a. bezüglich
    • Erhaltung der ländlichen Struktur in Tourismusgebieten z.B. durch Vermeiden von breiten schnellen Küstenstraßen, Verzicht auf dichte Bebauung und Nichtzulassung von hohen Bauten.
    • Errichtung von geschützten Fahrradwegen auf der Küstenstraße.
    • Schutz eines Weltkulturerbes wie Adramittyon (Ören)
    • Engagement für die Reinhaltung der Bucht und für den Baumschutz

Negative Einflüsse auf den Öko-Tourismus

  • Zunehmende Flächenversiegelung durch Bauboom und Verlust von landwirtschaftlichen und Naturschutzflächen insbesondere entlang der Küsten.
  • Intensivierung des küstennahen Straßenverkehrs (Lärm, Landschaftszerstörung, Unfallgefahr).
  • Lärmverschmutzung durch
  • Musik von Discotheken (meist ohne Schallschutz) und Freiluftveranstaltungen,
  • Extremen Animationsprogrammen von Massenhotelbetrieben,
  • laute Wassersportarten wie Jetski.
  • Bedrohung der Umwelt durch Goldabbau mit Cyanid und Quecksilber in touristischen Gegenden wie Pergamon.
  • Schwund der biologischen Vielfalt durch Saatgutimporte und durch drohende Importe gentechnisch veränderter Nahrung (immer mehr einheimische Gemüsesorten verschwinden - Z.B. Verlust der ursprünglichen türkischen Tomate!).
  • Vernichtung von Olivenbäumen für Häuser- und Hotelbau.
  • Abholzung von Wäldern für die Errichtung von Hotel- und Golfplätzen.
  • Stoppelverbrennung auf den Feldern (Brandgefahr und Luftverschmutzung).
  • stetige Abnahme der Flugkapazitäten für Individualreisende aufgrund von Billig-Pauschalangeboten durch Massenhotels.
  • Risiken der Wasserknappheit und Versalzung des Trinkwassers aufgrund unzulässiger Anbohrung artesischer Quellen u. a. durch Privathäuser zur Bewässerung von Rasenflächen und exotischen Pflanzen.
  • Müllbeseitigung durch örtliche Verbrennung auf der Müllhalde.
  • Ausbau von kleinen Flughäfen um Tourismus anzukurbeln. Risiken der Luft- und Lärmverschmutzung.

Gästeprofil des Altin Camp

  • ernährungs-, gesundheits-, qualitäts- und umweltbewusst
  • kommunikative, vielseitige Individualisten
  • Interessiert an der Kultur des Landes
  • zieht die Ruhe der Animation vor
  • Soziale Einstellung
  • Höheres intellektuelles Niveau
  • bevorzugt die persönliche Atmosphäre in Familienbetrieben zu anonymen Hotelburgen und weiß den Zauber der Natur zu schätzen.

Das Umfeld von Altin Camp

  • Landwirtschaftliche Flächen und Olivenhaine,
  • Antikstätten wie Troja, Assos, Pergamon (100 km.)
  • romantisches Stranddorf Ören-Adramittyon (500 m.)
  • typisch türkische, lebhafte Kleinstadt Burhaniye (4 km.)
  • zahlreiche Bauernmärkte in Edremit, Havran (13 km.)
  • kleine Hotels Einfamilienhäuser
  • endlose Strandspaziergangsmöglichkeiten
  • Thermalbäder in Güre (10 km.)
  • Wandermöglichkeiten auf den Ida Bergen

Ziele und Wünsche der Familie Altin

  • die Erhaltung des 41-jährigen Familienbetriebs in einer intakten Umwelt, mit gesunder Luft, Wasser, Nahrung, Böden, so dass sich weiterhin die Gäste und auch die vielfältigen Vogelarten in Altin Camp wohl fühlen
  • Förderung der ökologischen Landwirtschaft, denn Ökotourismus braucht ein natürliches Umfeld und gesunde Lebensmittel.
  • Dass ZDF-Umwelt Altin Camp als ein "Öko-Urlaubsparadies" bezeichnete, bestärkte Familie Altin ihren ökologisch verantwortlichen Tourismus fortzusetzen. Der Schutz der Natur wird weiterhin die erste Priorität sein.

Ökotourismus ist für Altin Camp von Anfang an kein Marketingkonzept gewesen. Vielmehr ist Altin Camp das Produkt der ökologischen Grundüberzeugung von Tahir Altin - sein Lebenswerk und fortdauerndes Naturschutzprojekt. Sein Wunsch ist es, dass gemeinsam mit dem Umweltbewusstsein der ökologische Tourismus sich in der ganzen Türkei verbreitet. Troas-Region könnte der Anfang sein.

Altin Camp & Park Hotel | 10700 Burhaniye, Ören | TURKEY
Phone in Turkey: 0090-266 416 3737 | Whatsapp: +90 545 255 22 70
Mail: info@altincamp.com | Choose language